Beschreibung
Filmvorführung „The Social Dilemma“ – Präventionsangebot für Schulklassen im Kino Cineplex Mannheim (N7, 17)
Der Dokumentarfilm The Social Dilemma – Das Dilemma mit den sozialen Medien beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und persönlichen Auswirkungen sozialer Netzwerke und digitaler Plattformen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie soziale Medien unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen und welche Rolle Algorithmen, personalisierte Inhalte und wirtschaftliche Interessen dabei spielen.
In eindrücklichen Interviews berichten ehemalige Mitarbeitende führender Technologieunternehmen aus erster Hand über die Mechanismen hinter Plattformen wie Instagram, TikTok, Facebook und YouTube. Ergänzt durch szenische Darstellungen veranschaulicht der Film, wie digitale Angebote gezielt darauf ausgelegt sind, die Aufmerksamkeit der Nutzenden möglichst lange zu binden. Dabei wird deutlich, wie Benachrichtigungen, Likes, personalisierte Empfehlungen und algorithmisch gesteuerte Inhalte unser Nutzungsverhalten beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf Selbstwahrnehmung, zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Meinungsbildungsprozesse haben kann.
Der Film eröffnet einen eindrücklichen Zugang zu den Themen algorithmische Beeinflussung, digitale Manipulation, exzessive Mediennutzung, psychische Gesundheit, Desinformation und digitale Selbstbestimmung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Sensibilisierung für mögliche Risiken sozialer Medien, sondern insbesondere die Frage, wie Kinder und Jugendliche digitale Angebote kritisch hinterfragen, manipulative Mechanismen erkennen und einen selbstbestimmten, reflektierten Umgang mit sozialen Netzwerken entwickeln können.
Im Rahmen der Präventionsarbeit bietet The Social Dilemma vielfältige Anknüpfungspunkte für die schulische Auseinandersetzung. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern kann beispielsweise thematisiert werden, warum soziale Netzwerke so faszinierend sind, wie Algorithmen darüber entscheiden, welche Inhalte uns angezeigt werden, und weshalb es manchmal schwerfällt, das Smartphone aus der Hand zu legen.
Auch Fragen nach sozialem Vergleich, Schönheitsidealen, dem Einfluss von Likes und Followerzahlen auf das Selbstwertgefühl sowie den Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit können aufgegriffen werden. Darüber hinaus regt der Film dazu an, sich mit Filterblasen, Desinformation und der Verantwortung großer Technologieunternehmen auseinanderzusetzen. Dabei wird besonders vermittelt, dass ein bewusster Umgang mit digitalen Medien nicht allein eine Frage individueller Selbstkontrolle ist, sondern auch durch die Gestaltung und die wirtschaftlichen Interessen digitaler Plattformen beeinflusst wird.
Die Filmvorführung wird durch ein moderiertes Filmgespräch mit Expertinnen und Experten von klicksafe ergänzt.
Als EU-Initiative zur Förderung der Medienkompetenz und Sicherheit im Internet bringt klicksafe fundierte fachliche Erfahrung im Bereich der digitalen Medienbildung und Prävention mit. Im gemeinsamen Austausch erhalten die Jugendlichen Raum für ihre Eindrücke, Fragen und Erfahrungen. Dabei werden die im Film dargestellten Mechanismen kritisch eingeordnet, konkrete Strategien für einen bewussten und selbstbestimmten Medienalltag entwickelt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Jugendliche ihre digitale Lebenswelt aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten können.
Das Angebot eignet sich insbesondere für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8. Es kann unter anderem im Rahmen von Medienprävention, Medienbildung, Sozialem Lernen, Ethik, Gemeinschaftskunde, Informatik oder thematischen Projekttagen eingesetzt werden.
Ziel ist es, die Medienkompetenz und das kritische Bewusstsein der Jugendlichen zu stärken, sie für die Funktionsweisen und möglichen Auswirkungen sozialer Medien zu sensibilisieren und sie darin zu bestärken, digitale Angebote reflektiert, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu nutzen.









