Präventionstage für Schulklassen: Sexuelle Belästigung und Gewalt im Internet – Filmvorführung „Gefangen im Netz“

Beschreibung

Filmvorführung „Gefangen im Netz“ – Präventionsangebot für Schulklassen im Kino Cineplex Mannheim (N7, 17)

Der Dokumentarfilm *Gefangen im Netz* beschäftigt sich mit den Gefahren sexueller Übergriffe und sexualisierter Gewalt im Internet. Im Mittelpunkt steht ein eindrückliches Experiment: Drei erwachsene Schauspielerinnen geben sich in sozialen Netzwerken als zwölfjährige Mädchen aus und werden innerhalb kürzester Zeit von zahlreichen erwachsenen Männern mit sexuellen Absichten kontaktiert. Der Film dokumentiert, wie schnell vermeintlich harmlose Online-Kontakte in Grenzüberschreitungen, Manipulation, sexuelle Belästigung und Erpressung übergehen können. Dabei wird deutlich, mit welchen Strategien Täter vorgehen und wie gezielt sie die Unerfahrenheit und das Vertrauen junger Menschen ausnutzen.

Der Film eröffnet einen eindrücklichen Zugang zu den Themen Cybergrooming, sexualisierte Gewalt im digitalen Raum, Grenzverletzungen, Manipulation, Selbstbestimmung und Schutz der eigenen Privatsphäre. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Sensibilisierung für mögliche Gefahren, sondern insbesondere die Frage, wie Kinder und Jugendliche riskante Situationen erkennen, ihre persönlichen Grenzen schützen und sich bei unangenehmen oder bedrohlichen Online-Erfahrungen Unterstützung holen können.

Im Rahmen der Präventionsarbeit bietet *Gefangen im Netz* vielfältige Anknüpfungspunkte für die schulische Auseinandersetzung. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern kann beispielsweise thematisiert werden, wie Täter im Internet Vertrauen aufbauen, welche Warnsignale auf Cybergrooming hinweisen und wie Jugendliche auf unerwünschte Kontaktaufnahmen oder die Aufforderung zur Weitergabe intimer Bilder reagieren können. Auch Fragen nach Scham, Schuldgefühlen, dem Recht auf persönliche Grenzen, digitaler Selbstbestimmung und der Bedeutung vertrauensvoller Bezugspersonen können aufgegriffen werden. Dabei wird besonders vermittelt, dass die Verantwortung für sexuelle Grenzverletzungen immer bei den Tätern liegt und betroffene Kinder und Jugendliche keine Schuld tragen.

Die Filmvorführung wird durch ein moderiertes Filmgespräch mit Expertinnen und Experten von klicksafe ergänzt.
Als EU-Initiative zur Förderung der Medienkompetenz und Sicherheit im Internet bringt klicksafe fundierte fachliche Erfahrung in der Prävention digitaler Risiken mit. Im gemeinsamen Austausch erhalten die Jugendlichen Raum für ihre Eindrücke, Fragen und Erfahrungen. Dabei werden die im Film dargestellten Situationen eingeordnet, konkrete Schutz- und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und Beratungs- sowie Hilfsangebote bei sexueller Belästigung und Gewalt im Internet vorgestellt.

Das Angebot eignet sich insbesondere für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7, sofern die speziell für den schulischen Einsatz entwickelte und ab 12 Jahren freigegebene Schulfassung gezeigt wird. Es kann unter anderem im Rahmen von Medienprävention, Gewaltprävention, Sozialem Lernen, Ethik, Gemeinschaftskunde oder thematischen Projekttagen eingesetzt werden. Ziel ist es, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu stärken, sie für Risiken digitaler Kommunikation zu sensibilisieren und sie darin zu bestärken, eigene Grenzen wahrzunehmen, zu setzen und sich bei Bedarf Hilfe zu holen.