Beschreibung
Filmvorführung „22 Bahnen“ – Präventionsangebot für Schulklassen im Kino Cineplex Mannhheim (N7 17)
Der Film 22 Bahnen erzählt die Geschichte der jungen Studentin Tilda, die neben Studium und Arbeit einen großen Teil der Verantwortung für ihre jüngere Schwester Ida übernimmt. Ihre Mutter ist alkoholabhängig und kann ihrer Elternrolle nur eingeschränkt gerecht werden. Tildas Alltag ist geprägt von Fürsorge, Loyalität und dem Versuch, die Familie zusammenzuhalten. Gleichzeitig stellt sich für sie zunehmend die Frage, wie viel Raum für die eigenen Wünsche, Beziehungen und Zukunftspläne bleiben darf.
Der Film eröffnet einen eindrücklichen Zugang zu den Themen Alkoholabhängigkeit in Familien, Belastungen von Kindern suchtkranker Eltern, Parentifizierung, Co-Abhängigkeit, Verantwortung und Hilfesuche. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Konsum selbst, sondern die Frage, wie sich eine Suchterkrankung auf das gesamte familiäre Umfeld auswirken kann.
Im Rahmen der Präventionsarbeit bietet 22 Bahnen vielfältige Anknüpfungspunkte für die schulische Auseinandersetzung. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern kann beispielsweise thematisiert werden, wie Kinder und Jugendliche in suchtbelasteten Familien Verantwortung übernehmen, welche Grenzen zwischen Helfen und Überforderung bestehen und welche Schutzfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Auch Fragen nach Schuldgefühlen, Loyalität, Selbstfürsorge, Zukunftsperspektiven und der Bedeutung verlässlicher Bezugspersonen können aufgegriffen werden.
Die Filmvorführung wird durch ein moderiertes Nachgespräch durch die Suchtbeauftragte des Gesundheitsamts Mannheim ergänzt. Dabei erhalten die Jugendlichen Raum für ihre Eindrücke und Fragen und lernen zugleich konkrete Beratungs- und Hilfsangebote kennen.
Das Angebot eignet sich insbesondere für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 und kann unter anderem im Rahmen von Präventionsarbeit, Sozialem Lernen, Ethik, Religion oder thematischen Projekttagen eingesetzt werden.







